SUPERLAND

Superland – Wo die Zukunft Wurzeln schlägt
Idee und wissenschaftliche Begleitung: Futurium
Entwurf: Benjamin Frick & Parzelle X (Katharina Böhme + Lulu Dombois)
Technische Produktion: Benjamin Frick
Landschaftsarchitektur: Parzelle X (Team)
Aufbau: Benjamin Frick, Finn Fukas, Alizée Sérazin, Jonas Haala, Luis Gonzalez, Stefan Matthieu
Haptische Klanginstallation: Benjamin Frick
Teaser: Edgard Berendsen
Ort: Futurium, Berlin
Zeitraum: 2025 + verlängert bis Ende 2026

Auf dem stark exponierten Vorplatz des Futuriums in Berlin, verwandelt SUPERLAND eine fast vollständig versiegelte Betonfläche in eine lebendige und atmosphärische Umgebung. Als mehrschichtiger Waldgarten konzipiert, verbindet die Installation botanisches Wissen, künstlerische Praxis und wissenschaftliche Perspektiven und macht Fragen zu Klimawandel, Ernährungssystemen und Ressourcenschonung räumlich erfahrbar. Ziel des Projekts ist es, Neugier zu wecken, Bewusstsein zu schaffen und zu zeigen, dass ökologische Transformation nicht als Verzicht, sondern als bereichernde Erfahrung wahrgenommen werden kann.

Eine skulpturale Holzkonstruktion trägt Kletter- und Nutzpflanzen und bildet ein leichtes Blätterdach, das Schatten spendet und das raue Mikroklima des exponierten Platzes verbessert. Hochbeete beherbergen eine vielfältige Mischung an Pflanzen, die aufgrund ihres ökologischen Werts und ihrer Insektenfreundlichkeit ausgewählt wurden. Wege führen Besucherinnen und Besucher durch die Installation und lassen sie erleben, wie Vegetation Atmosphäre, Wahrnehmung und Aufenthaltsqualität in einem dichten urbanen Kontext verändern kann.

SUPERLAND richtet sich an ein breites Publikum: Museumsbesucher, Büroangestellte der Umgebung sowie Passanten unterschiedlicher Altersgruppen und Hintergründe. Als frei zugänglicher Ort zeigt das Projekt, wie öffentliche Räume zu Orten der Begegnung werden können statt bloßer Transitflächen.

Die Intervention hat die Nutzung des Vorplatzes deutlich verändert. Die zuvor kaum genutzte Fläche entwickelte sich zu einem lebendigen Aufenthaltsort, an dem Menschen verweilen, sich im Schatten ausruhen und mit der Bepflanzung interagieren. Die üppige Vegetation kontrastiert stark mit der umgebenden Stadtlandschaft und macht ökologische Transformation unmittelbar sichtbar und erfahrbar. Aufgrund der sehr positiven Resonanz wurde die Installation um ein weiteres Jahr verlängert. Das Projekt wurde zudem von der Architektenkammer Berlin in einer Ausstellung und Publikation gewürdigt und ist aktuell für die Tilia Awards nominiert.

SUPERLAND zeigt, wie temporäre Interventionen öffentliche Räume aktivieren und langfristige, klimaangepasste Ansätze für urbane Gestaltung anstoßen können.